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Zwei Fragen, die mich beschäftigen:

Wie kommen Menschen dazu, anderen vorzuschreiben, was sie zu glauben haben?

Was bringt Menschen dazu, das zu übernehmen und zu glauben, was andere ihnen vorschreiben?

Die erste Frage hat im weitesten Sinne sicherlich mit Macht zu tun: "Cuius regio, eius religio".

Und die zweite mit Zugehörigkeit. Jeder möchte zu einer Gemeinschaft gehören, und das sogenannte Gewissen ist häufig ein Gruppengewissen. Man fühlt sich schlecht, wenn man die Normen der Gruppe verletzt hat.

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Die Menschen haben sich von vielem befreit, von weltlichen und geistlichen Bevormundern, von Doktrinen, Glaubenssystemen und Göttern, seien sie in theistisches oder in atheistisches Gewand gekleidet. Die Menschen sind zunehmend bereit zu einem nächsten Entwicklungsschritt. Es ist, als warteten sie nur auf einen Anstoß: eine Begegnung, eine Erfahrung oder einen Denkanstoß:

Wenn du einen Baum anschaust und seine Stille wahrnimmst, wirst du selber still. Du verbindest dich auf einer sehr tiefen Ebene mit ihm. Du fühlst dich eins mit dem, was du in der Stille und durch die Stille wahrnimmst. Dieses Gefühl des Einsseins mit allen Dingen ist wahre Liebe.  [Eckhart Tolle]

Sobald du dir der Stille bewußt wirst, ist sofort dieser Zustand innerer Wachsamkeit da. Du bist präsent. Du trittst aus jahrtausendelanger kollektiver menschlicher Konditionierung heraus. [Eckhart Tolle]

Das Wort Gott wirkt begrenzend, nicht nur auf Grund jahrtausendelanger Mißverständnisse und Mißbrauch, sondern auch, weil es ein anderes, von dir getrenntes Wesen beinhaltet. Gott ist das Sein selbst, kein Wesen. Es kann hier keine Subjekt-Objekt-Beziehung, keine Dualität, nicht dich und Gott geben. Gotteserkenntnis ist das Natürlichste, was es gibt. Die erstaunliche und unverständliche Tatsache ist nicht, daß du dir Gottes bewußt werden kannst, sondern daß du dir Gottes nicht bewußt bist. (Eckhart Tolle]