Wer bin ich?

"Gnothi seauton - erkenne dich selbst" soll über dem Tempel zu Delphi gestanden haben. Wohl jeder Mensch sucht nach einer Antwort. Ich auch.

Definiere ich mich durch meinem Namen, meine Herkunft, meine Hautfarbe und Nationalität, meinen Familienstand, meinen Beruf und meine Lebensleistung, meine Erfolge und auch meine Mißerfolge? Oder ist das zu äußerlich, bleibt das zu sehr an der Oberfläche?

Gewinne ich meine Identität aus dem, was ich gelernt habe, aus meinen Gedanken, meinem Gedächtnisinhalt, meinen Meinungen und Glaubensüber-zeugungen. Oder ist auch dies eher zufällig, austauschbar?

Bin ich nicht vielmehr jener Beobachter, der sich des Gedankenstromes, der im Kopf unaufhörlich abläuft, bewußt wird, jenes Bewußtsein, das hinter den genannten und vielen anderen "Attributen" steht, das Erfahrungen erst möglich macht, ein Bewußtsein also, das sich seiner selbst bewußt wird?

Ja, ich bin dieses Bewußtsein, bin diese Präsenz. Ich bin der innere Raum und die innere Stille, aus dem alles entsteht und aus der alle Formen hervortreten. Ich bin dieses Bewußtsein, aber ich kann es nicht beschreiben, nicht in Begriffe fassen. Ich kann es erspüren und erfahren.

Und wer bist du?

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[in Anlehnung an Eckhart Tolle]